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Geschichte
der Burg Düben
Um 1200 gründeten flamische Einwanderer neben der Burg die Gemeinde Neumark, fränkische und sächsische Siedler übernahmen slawische Gehöfte und bildeten so die Stadt Düben. In der Adelsfehde zwischen den Brüdern Friedrich und Wilhelm von Thüringen wurde die Burg Düben 1450 vollständig zerstört. Unabhängig von der Verwaltung der Stadt richtete man 1530 den kursächsischen Amtssitz Düben auf der Burg ein und übte Gerichtsbarkeit aus. Aufgabe des Amtmanns war die kommunale Verwaltung des Amtsbezirkes. 1554 bekleidete Philipp Melanchton junior dieses Amt in Düben. Auf der Burg Düben begannen 1532 die Kohlhaseschen Händel, die fast 10 Jahre ganz Nordsachsen in Unruhe versetzten. Ein Gerichtstag in der Burg Düben verurteilte den Junker von Zaschnitz 1533 zu Schadensersatz, aber dieser erfüllte das Urteil nicht. Deshalb sagte Kohlhase dem Lande Sachsen die Fehde an und führte einen Kleinkrieg, bis er in Berlin ergriffen und 1540 hingerichtet wurde. 100 Jahre später, am 15. September 1631, besiegelten hier der Schwedenkönig Gustav Adolf II., der brandenburgische (Georg Wilhelm) und der sächsische Kurfürst (Johann Georg) ein Bündnis gegen den katholischen Kaiser und besiegten dessen Feldherrn Tilly wenige Tage später in der Schlacht bei Breitenfeld (nördlich von Leipzig). Während des 30jährigen Krieges wurde die Stadt Düben 1631, 1637 und 1641 gebrandschatzt, zerstört und verwüstet.
1949 gründete sich unter dem bekannten Heimatforscher Willy Winkler eine Arbeitsgemeinschaft der Burg- und Heimatfreunde mit der Intention, in der Burg Düben ein Landschaftsmuseum einzurichten. Als am 1.8.1951 die Burg Düben von der Regierung Sachsen- Anhalt‘s der Stadt Bad Düben übereignet wurde, war der Weg frei. |