|
Foyerausstellung
zum 100. Geburtstag vom
Museumsgründer Willy Winkler
|
|
Am 30.
November 2004 ehrten das Landschaftsmuseum der Dübener Heide und der
Heimatverein Bad Düben e.V. den Museumsgründer, Autor, Heimatkundler
und Publizisten Willy Winkler. Aus Anlass seines 100. Geburtstages
bereitete das Museum eine kleine Foyerausstellung zu seinem Leben und
Wirken vor. Am 30. November 1904 in Düben geboren, trug er mit seinem
Engagement, seinem Fleiß und seiner Sammelleidenschaft maßgeblich zur
Schaffung unseres heutigen Landschaftsmuseums der Dübener Heide in der
Burg Düben bei.
Das Landschaftsmuseum der Dübener Heide bedankt sich herzlich bei der
Familie Hofmann und der Familie Fritzsche für die Unterstützung und für
die zahlreichen bisher unveröffentlichten Fotografien. |
 |
 |
 |
Willy
Winkler an einer Schneidemaschine in der Druckerei Kirchstraße, um
1935
Willy Winkler erlernte das Buchdruckerhandwerk bei der Druckerei Jacob
in Düben [Grünstraße].
1929 erwarb er den Titel „Buchdrucker- und Buchbindermeister“ und
übernahm die Buchdruckerei von Paul Streubel mit dem dazugehörigen
Schreibwarengeschäft.
|
Willy
Winkler war bei zahlreichen Ausgrabungen in der näheren Umgebung
beteiligt. Seine Sammelleidenschaft und sein Forschergeist finden
Niederschlag in der Dauerausstellung des Museums, dessen Profil er
durch sein Sammeln beeinflusste.
|
Auf
diesem Bild ist er mit seiner zweiten Frau Erika (geb. Keil), seine
erste Frau Margarethe (geb. Keil) war 1935 verstorben und seinen Töchtern
Adelheid, Anne-Gret und Erika im Sommer 1950 abgebildet. Die Familie
hielt Willy Winkler den Rücken frei, für seine zahlreichen Tätigkeiten
und für die Verwirklichung seiner Intentionen und musste dabei oft
auf das Familienoberhaupt verzichten.
|
|

|

|
Bereits
in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts äußerte Willy Winkler den
Wunsch in Düben ein Museum zu erschaffen, in welchem sich der
Charakter und die Geschichte der Dübener Heide wiederspiegeln sollte.
Zu Beginn der 50er Jahre erarbeite er innerhalb der Wirkungsgruppe
„Natur und Heimat“ im Kulturbund zur Erneuerung Deutschlands
Konzepte zur Einrichtung eines Museums in der Burg Düben. Bei der
Umsetzung seiner Ideen und vor allem bei der praktischen Gestaltung
des Museums wurde er von einer Arbeitsgemeinschaft der Burg- und
Heimatfreunde tatkräftig unterstützt. Einige Namen seien hier erwähnt
Karl Sonntag, Robert Pohle, Erich Hußke, Herr Wäscher und viele
andere mehr. Nach der Einweihung eines Ausstellungsraumes im Burgturm
1952, konnte am 12. September 1953 das Landschaftsmuseum der Dübener
Heide in der Burg Düben eröffnet werden.
|
Große
Verdienste konnte Willy Winkler auch bei der Rettung der Schiffmühle
vollbringen. Er hat erheblichen Anteil daran, dass dieses technische
Denkmal heute als begehbares Exponat im Burggarten zu besichtigen ist.
|
|

|